Umbau AKN Linie A1 zur S-Bahn S5

Veröffentlicht am Di. 10.01.2023

Beginn Bauarbeiten Umbau AKN Linie A1 zur S-Bahn S5 am 16. Januar 2023

 AKN bessert beim angebotenen Schienenersatzverkehr nach

 Stadt Quickborn und die ebenfalls vom Schienenersatzverkehr betroffenen Kommunen Bönningstedt, Hasloh und Ellerau geben Vertrauensvorschuss und AKN sagt bessere Kommunikation zu

Der 16. Januar 2023 und somit der Beginn der achtmonatigen Streckensperrung zwischen Ellerau und Burgwedel im Zuge der Umbauarbeiten an der Linie A 1 hin zur S-Bahn rückt immer näher.

Eine, aus Sicht der Stadtverwaltung Quickborn und ihres Bürgermeisters Thomas Beckmann, angemessene und belastbare Lösung für den bevorstehenden Schienenersatzverkehr (SEV) wurde aus Sicht der betroffenen Gemeinden nicht frühzeitig, transparent und in ausreichendem Umfang von der AKN, in ihrer Funktion als regionalem Eisenbahnverkehrsunternehmen mit Beförderungsauftrag, mit den Kommunen kommuniziert. Auch die notwendigen Nebenbaustellen wie z. B. Fahrradabstellanlagen an den eingerichteten Haltestellen, die in der Zuständigkeit der Kommunen liegen, wurden nicht rechtzeitig abgestimmt, so dass hier die Stadtverwaltung und die beteiligten Kommunen nun kurzfristig Lösungen finden müssen.

Fragestellungen aus der Bevölkerung mit Bezug zum Schienenersatzverkehr konnten so aufgrund fehlender Informationen nicht beantwortet werden.

Aus diesem Grunde wurde noch einmal verwaltungsseitig um einen informativen Austausch in großer Runde und mit dem Ziel gebeten, offene Fragen verbindlich klären zu können. Neben der AKN und der Stadtverwaltung Quickborn haben auch die VHH, als designiertes Beförderungsunternehmen während des SEV, Vertreterinnen und Vertreter des Nachverkehrsbundes Schleswig-Holstein (Nah.SH) sowie die weiteren Bürgermeister der von den Streckensperrungen betroffenen Kommunen Ellerau, Bönningstedt und Hasloh an dem Treffen teilgenommen.

Auf Nachfrage von Bürgermeister Beckmann versicherte die Geschäftsführung der AKN, vertreten durch Herrn Bergmann, dass ausreichende Kapazitäten für einen bedarfsgerechten und verlässlichen Schienenersatzverkehr zur Verfügung stünden. Im Rahmen des 20 Minutentaktes während der Sperrungen wird jeder Zug der AKN zwischen Ellerau und Burgwedel durch zwei Busse mit je 120 Fahrgastplätzen ersetzt. Weitere Kapazitäten stünden im Bedarfsfall zusätzlich auf Abruf bereit. Bürgermeister Beckmann ist erleichtert: „Ich freue mich, dass die AKN auf unsere Forderung reagiert hat und versichert, dass ausreichend Ressourcen aktiviert werden können, um auf Veränderungen der Fahrgastströme reagieren zu können.“

Schülerinnen und Schüler müssten ebenfalls das Angebot des Schienenersatzverkehres wahrnehmen. Ein dezidierter Schulbus ist nicht vorgesehen.

Die Anwesenden einigten sich einvernehmlich darauf, durch regelmäßige Termine während der Streckensperrungen im stetigen Austausch zu bleiben. Vor allem in der kritischen Startphase des Schienenersatzverkehrs werden wöchentliche Treffen abgehalten um die gewonnenen Erkenntnisse zu evaluieren und bei Bedarf nachzubessern. Das beauftragte Beförderungsunternehmen VHH versicherte, mit hoher Flexibilität auf die gewonnenen Erkenntnisse reagieren zu können und bedarfsspiegelnd ihr Angebot kurzfristig anpassen zu können.

Die Vertreter der betroffenen Gemeinden sind sich darüber einig, dass ein Schienenersatzverkehr nicht den Regelbetrieb 1:1 ersetzen könne, sensibilisierten die anwesenden Vertreterinnen und Vertreter von AKN und VHH aber dafür, entscheidende Informationen zukünftig frühzeitig und voll umfänglich mit der Verwaltung zu kommunizieren und so mögliche Verunsicherungen in der Bevölkerung gar nicht erst aufkommen zu lassen.

Nachfolgend der Link zum Fahrplan des SEV:

https://www.akn.de/?file=files/public/downloads/fahrplaene/fahrplaene/a1/221230_AKN_Fahrplan_A1_SEV_2023_WEB.pdf

gez. Ralf Martens
Bürgermeister der Gemeinde Ellerau

Veröffentlicht am Di. 03.01.2023

Beginn Bauarbeiten Umbau AKN Linie A1 zur S-Bahn

Quickborns Bürgermeister Beckmann fordert Nachbesserungen für den geplanten Schienenersatzverkehr

Der Umbau der Linie A1 zur S-Bahn beginnt am 16. Januar 2023 mit dem ersten Bauabschnitt zwischen Ellerau und Burgwedel. Für die für acht Monate angesetzten Arbeiten wird die AKN die Schienentrasse in diesem Bereich komplett sperren. Es muss also über einen langen Zeitraum ein Schienenersatzverkehr mit Bussen erfolgen.

Die AKN hat noch immer keinen Fahrplan für den Schienenersatzverkehr vorgelegt. Bürgermeister Thomas Beckmann hat deshalb den Geschäftsführer der AKN, Ulrich Bergmann, um einen Dringlichkeitstermin gebeten.

Bei diesem Gespräch wurden durch die AKN die Eckpunkte für den Schienenersatzverkehr dargelegt. Sie gehen mit deutlichen Einschränkungen für die Quickborner Fahrgäste einher. Der Ersatzverkehr wird nur im 20-Minuten-Takt erfolgen, die 10-Minuten-Taktverdichtung ab Quickborn während der Hauptverkehrszeiten entfällt. Zudem wird jeweils nur ein Gelenkbus eingesetzt, der gegenüber den AKN-Zügen eine deutlich geminderte Fahrgastkapazität aufweist. Die Fahrzeit zwischen Quickborn und Eidelstedt wird sich verdoppeln.

Bürgermeister Beckmann zeigt sich hierüber entsetzt: „Ich begrüße die Anbindung Quickborns an die Hamburger S-Bahn uneingeschränkt. Klar ist auch, dass während der Bauarbeiten mit Reibungen gelebt werden muss. Aber der von der AKN nun angekündigte Schienenersatzverkehr ist eine Zumutung für die Fahrgäste. Die Anzahl der Fahrten wird zum Teil um 50% reduziert und dann müssen sich die Menschen in nur einen Bus drängeln. Es stellt sich die Frage, ob in Stoßzeiten überhaupt alle Fahrgäste mitgenommen werden können. Bei dieser Planung ist offensichtlich, dass die zur Verfügung gestellten Transportkapazitäten nicht ansatzweise ausreichen.

Die AKN hat bisher keine Daten zu den Fahrgastströmen bis und ab Quickborn zur Verfügung gestellt, um die geplanten Kapazitäten zu begründen. Daraus schließe ich, dass die jetzt angekündigten Transportkapazitäten über den Schienensatzverkehr in ihrer Unterversorgung noch deutlich dramatischer sind, als dies bisher von der AKN kommuniziert wurde. Hier muss die AKN dringend Klarheit schaffen und nachbessern. Das kann so nicht monatelang laufen!“

Zudem beklagt Bürgermeister Beckmann, dass nach wie vor Unklarheit über die Abwicklung der Schülerverkehre bestehe. Das gesamte Problem Feld hätte von der AKN viel früher kommuniziert werden müssen.  

Die Sicherstellung einer ausreichenden Bedienung der Bevölkerung mit Verkehrsleistungen in allen Teilen des Landes im öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV)…“ als „…eine Aufgabe der Daseinsvorsorge“ (ÖPNVG, § 1) ist nicht gegeben.

Bürgermeister Beckmann stellt zusammenfassend folgende Forderungen auf:

  • An die Bedarfe angepasster Schienenersatzverkehr
  • Bedarfsweise Anzahl von Gelenkbussen – mindestens zwei je AKN Zug
  • Aufrechterhaltung der alten Taktung der AKN inkl. 10 Minuten Takt
  • Expressbus Quickborn – Burgwedel
  • Mit den Schulen abgestimmte Schulbusbeförderung.

Für den bedarfsgerechten Ersatzverkehr werden zusätzliche Buskapazitäten benötigt. Busunternehmen mit entsprechenden Kapazitäten werden gebeten, sich gerne bei der Stadtverwaltung zu melden.“

Veröffentlicht am Do. 08.12.2022

Schienenersatzverkehr AKN

Während der Bauarbeiten auf der AKN-Strecke Ellerau-Eidelstedt ab 16. Januar 2023.

Für den Schienenersatzverkehr wurden für den von Norden kommenden AKN-Verkehr folgende Bus-Haltestellen um den Bahnhof Ellerau festgelegt:

Von Quickborn:

  •  Bahnstraße, kurz hinter dem Ohlmöhlenweg
  • der Bus fährt dann über Bahnstraße, Buchenweg, Brombeerweg, Am Felde, Skandinavienalle ohne weitere Haltestelle zum Steindamm

Nach Quickborn/Hasloh/Bönningstedt:

  •  im Steindamm, gegenüber der Eisdiele
  • die Abfahrtzeit des Busses Richtung Süden ist 5 Minuten später als die sonstige Abfahrtzeit der Bahn
  • der Takt bleibt „AKN-üblich“, also meist alle 20 Minuten
  • die Schulbuszeiten stehen noch nicht fest

Vollständige Informationen hierzu kommen noch vom VHH

Ralf Martens
Bürgermeister